über rawledesign

 

 

Eigentlich wollte sie nach Hongkong. Doch nach ihrem Studium – Möbel- und Produktdesign – an der Universität von Manchester jobbt die Engländerin Dena Rawle erst einmal für eine Dependence einer deutschen Ladenbaufirma namens Wescho und wurde im Zuge der Weiterbildung in die Zentrale ins westphälische Hagen beordert. Jetzt will sie nicht nur ihre Deutschkenntnisse verbessern, sondern auch mehr berufliche Erfahrungen sammeln, stellt erst einmal ihre Hongkong Pläne hinten an, bewirbt sich als Innenarchitektin. Landet prompt bei dem renommierten Innenarchitekturbüro Bärbel Thorer in Offenbach bei Frankfurt, das sich hauptsächlich im Hotel- und Gastronomiesektor profiliert hat.

Dena Portrait AusschnittDeren Chefin erkennt schnell das außergewöhnliche Talent von Dena und gibt ihr immer mehr Projekte zur Bearbeitung, die diese dann eigenständig durchführt. Das renommierteste davon war sicherlich die Food Plaza am Frankfurter Flughafen, seinerzeit der größte MacDonalds der Welt, wo Denas Raumschiff bei Eltern und Kindern noch heute Kultstatus besitzt.

Nach zwei Jahren weiterer Erfahrung bei Diniawarie Architekten in Königstein, die hauptsächlich Verwaltungsgebäude wie Großbanken planten, macht sie sich 1997 in einem winzigen Souterrain selbstständig. Über die Jahre entstand nun ein Büro, das bereits von der Anfangsphase an diverse Kreative aus anderen Bereichen mit einbezieht: Küchenplaner, Grafiker, Gastroberater, um so ein durchgängiges Konzept – vornehmlich in Sachen CI – anbieten zu können. Auch wenn sie im Gegensatz und zum coolen Stahl- und Betonlook der heutigen Moderne steht, sieht Dena ihre Aufgabe darin, Räumlichkeiten für das Publikum so angenehm wie möglich zu gestalten, und das, ohne dabei kitschig zu wirken. Sozusagen ein zeitloses atmosphärisches Wohlfühldesign durch unterschiedlichste Komponenten und Stilrichtungen.

Nach Hongkong hat es Dena bisher nicht geschafft, aber immerhin nach Singapur, nicht nur um die Plätze ihrer Kindheit zu besuchen, sondern sich dort vor allem von den futuristischen Shopping-Malls und Food Courts inspirieren zu lassen…